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FRIEREN IN STOCKHOLM

Am 13. Oktober startete für Lisa und mich unser zweiter Städtetrip. Anfang des Jahres ging es für uns bereits in die wunderschöne Stadt Prag. Diesmal haben wir uns den kalten Norden als Ziel gesetzt, da ich schon immer mal nach Schweden wollte. Mit airberlin ging es für vier Tage in die kleinste Großstadt der Welt, Stockholm.

Fakten über Stockholm

Irgendwie haben wir es dieses Mal verpasst, uns im Vorhinein wirklich gut über die Stadt zu informieren. Gute Freunde haben uns noch ein paar Last-Minute-Tipps gegeben, aber well prepared waren wir trotzdem nicht. Für alle von euch, die sich Stockholm als nächstes Reiseziel gesetzt haben, möchte ich jetzt ein paar Basisinformationen über die Stadt loswerden.

Stockholm Innenstadt

  • Hauptstadt von Schweden
  • Schwedens einzige Millionenstadt
  • Stadt der 14 Inseln
  • mehr als 70 Museen, 1000 Restaurants und Bars, das größte Schloss der Welt, 100 Kinos, rund 30.000 Schären
  • Währung: schwedische Krone (SEK) – 1 EUR= 9,9 SEK

Unser kleiner Bunker

Im Nachhinein betrachtet, müssen wir glaube ich zugeben, dass wir nicht das Beste aus unserem Trip gemacht haben oder mit falschen Erwartungen gereist sind. Wer Stockholm bereisen möchte, muss sich auf satte Preise einstellen und dicke Klamotten einpacken (im Herbst/Winter zumindest).

Wir waren so clever und wollten am Hotel sparen… hat sich nicht gelohnt. Lisa und ich dachten, dass es ja nicht so schlimm sein könnte, ein paar Nächte in einem Zimmer ohne Fenster auszuhalten. Da lagen wir ganz falsch, sodass wir bereits an Tag zwei unsere Geldbörsen zückten und ein Upgrade buchten. Habt ihr schon mal eine Nacht in einem stockfinsteren Raum, ohne frischer Luft verbracht? Das ist wirklich gewöhnungsbedürftig.

Das First Hotel Fridhemsplan befindet sich im Stadtteil Kungsholmen im Westen der Stadt. Als besonders schön würde ich die Gegend nicht beschreiben, aber man ist gut angebunden und kann sogar zu Fuß in die Innenstadt laufen. Nachdem wir in Prag an einem Tag mehr als 20 km gelaufen sind, konnte uns eh nichts mehr abschrecken.

Übermäßige Kalorienzufuhr

Unser erstes Ziel war die niedliche und geschäftige Innenstadt Gamla Stan, die etwas an Erfurt erinnert. Die Altstadt verbindet den nördlichen Teil der Insel (Norrmalm) mit dem südlichen Teil Södermalm. Von Jule haben wir den Tipp bekommen, eine Zimtschnecke (Kanebullar) im kleinen Lädchen Chokladkoppen in der Stortorget 18 zu schlemmen. Das winizige Café ist super gemütlich und ein bisschen gegensätzlich. Einrichtung und Charme des alten Gebäudes wirken eher rustikal und urig, die jungen Kellner und Hip Hop hingegen machen das Ganze sehr modern. Wir waren sogar zwei Mal da und ich kann, neben den Zimtschnecken, die Ofenkartoffel und den Chai Tee sehr empfehlen.

Stockholm Chokladkoppen

Für alle Eisfans: Es gibt einen eigenen Ben & Jerrys Laden! Wir hatten so etwas noch nie gesehen und haben uns dazu hinreißen lassen, selbst trotz Eiseskälte zwei riesige Kugeln Eis zu verdrücken. Es war wirklich lecker, aber irgendwie schmeckt Eis bei Sonnenschein und wärmeren Temperaturen einfach am besten.

Am nächsten Tag ging es nach Södermalm, weil ich hörte, dass das der coolste Teil Stockholms sein soll. Ich weiß nicht genau, ob wir nicht die richtigen Straßen gefunden haben, aber auch auf Nachfrage einer netten Verkäuferin hin, konnte sie uns nicht sagen, wo der Kern des Stadtteils ist. Am Ende haben wir dann doch noch einen richtig netten Laden in der Katarina Bangata 21 gefunden. Bei Whitsmans Deli gibt es heiße Tees, frische Sandwiches oder tolle Suppen. Ich hatte einen grünen Bohneneintopf mit gerösteten Kernen und einem warmen Baguette mit Olivenöl. Richtig gut.

Wenn ihr auf der Suche nach einem Starbucks-Verschnitt seid, kann ich euch Espresso House oder Wayne’s Coffee empfehlen. Bei Wayne’s Coffee habe ich den besten Bagel meines Lebens, mit warmen Frischkäse und Lachs, gegessen und dazu einen Haselnuss-Latte getrunken #goodtimes.

Ich glaube, wer in Berlin lebt, ist etwas verwöhnt, wenn es um die Auswahl und Preise von Getränken und Speisen geht. Betrachtet man die Restaurantsituation unabhängig davon, kann man in Stockholm schon echt gut essen gehen. Das haben wir zugegebenermaßen auch hauptsächlich gemacht. Zum einen, weil wir alles probieren wollten und zum anderen, weil man dann kurz der Kälte entfliehen konnte.

Shoppen? Kann man!

Auch hier muss ich zugeben, dass man in Berlin so ziemlich jeden Laden hat, den es in Stockholm auch gibt. Das spricht prinzipiell natürlich nur für die Stadt und das Kaufvergnügen. Auffällig ist, dass Halloween ein mega Ding in Schweden sein muss, denn überall hing Deko und es gab unzählige Verkleidungsgeschäfte.

Stockholm Shopping

Außerdem sind die Geschäfte hübscher als hier in Deutschland. Es gibt tolle Einrichtungsläden, bei denen ich am liebsten alles mitgenommen hätte. Das war leider etwas schwierig mit Handgepäck. Als wir nach Norrmalm gelaufen sind, hatten wir ein ganz bestimmtes Ziel: Urban Outfitters. Ich habe vorher ein bisschen auf Blogs gestöbert und darüber gelesen, dass der Urban Outfitters in Stockholm besonders schön sein soll. Und so war es definitiv. Der Laden ist riesig und pompös eingerichtet. Man hat das Gefühl in einem Theater zu stehen und ist umgeben von riesigen Kronleuchtern und tollen Klamotten. Gekauft haben wir dann doch nichts, aber einen Besuch war es wert.

Stockholm Urban Outfitters

Sightseeing

Wie im Intro bereits erwähnt, haben wir hier wirklich nicht alles rausgeholt. Damit wir wenigstens ein bisschen was von der Stadt sehen, haben wir uns entschlossen eine Bustour zu machen. Versucht auf jeden Fall mit den Verkäufern zu handeln, Lisa hat ihn innerhalb von 10 Sekunden um drei Euro runtergehandelt. Danach fuhren wir circa 1,5 Stunden durch alle Ecken der Stadt und haben einen guten Überblick bekommen.

Stockholm Sightseeing

Wir hatten ein super schönes Wochenende, waren aber im Endeffekt nicht ganz so begeistert von der Stadt, wie wir es uns erhofft haben. Das könnte aber an der Kälte und dem Fakt, dass nicht einmal die Sonne geschienen hat, liegen. Denn ich finde, jede Stadt ist schöner, wenn sie im Licht der Sonne erstrahlt. Das nächste Mal bereisen wir Stockholm also im Sommer und versuchen mehr von Natur und Kultur mitzubekommen.

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