Lollapalooza Berlin
sonst so

Lollapalooza Berlin – Die Welt ist herzlich

Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenn es so richtig scheiße ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle wo, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.

Floyd – Absolute Giganten

Menschen auf dem Lollapalooza Berlin

Ein Festival ist für mich, wie ein Tag mit Hintergrundmusik. Jeder Moment wird begleitet von Klängen. Wenn man zu späterer Zeit, Acts von einem Festival hört, ist man wieder genau da, am selben Ort, mit den selben Gefühlen. Und während die favorisierten Bands mit den geliebtesten Songs auftreten, springt die Platte und man ist für einen Moment ganz in der Musik versunken.

So ging es mir gestern auf dem Lollapalooza.

zwei Frauen auf dem Lollapalooza Berlin

Was ist das Lollapalooza?

Laut Wikipedia ist das Lollapalooza ein amerikanisches Musikfestival mit Alternative Rock-, Rap-, und Punkrock-Bands, Dance, Comedy, Mode und Kunst. Während es sich seit der ersten Ausgabe im Jahr 1991 zunächst um eine jährliche Festivalreihe handelte, findet es seit 2005 in den USA ausschließlich im Grant Park von Chicago statt. Seit 2011 wurden Festival-Ableger in Chile, Brasilien und Argentinien begründet.

Die Herkunft des Begriffes Lollapalooza ist unbekannt. Schlägt man im Wörterbuch nach, steht Lollapalooza für etwas wunderbares und beeindruckendes oder wird in Verbindung gebracht, mit einem großen, buten Lollipop. Gründer Perry Farrell sagt: Ich denke, es ist ein Festival, bei dem es um einen sich kontinuierlich entwickelnden Lebensstil geht. Vor allem geht es um Musik, aber wir haben die Idee des großen bunten Lollipops mit unterschiedlichen Farben übernommen und verflechten deshalb unterschiedliche Musikstile wie HipHop, Dance und Rock und sogar Country miteinander. Beim Lollapalooza geht es darum, unterschiedliche Lebensstile, Kunst, Essen und Erlebnisse vor Ort zu verbinden. Ich denke, es ist ein Festival, bei dem es um einen sich kontinuierlich entwickelnden Lebensstil geht. Vor allem geht es um Musik, aber wir haben die Idee des großen bunten Lollipops mit unterschiedlichen Farben übernommen und verflechten deshalb unterschiedliche Musikstile wie HipHop, Dance und Rock und sogar Country miteinander. Beim Lollapalooza geht es darum, unterschiedliche Lebensstile, Kunst, Essen und Erlebnisse vor Ort zu verbinden.

Dieses Jahr hat es erstmal in Deutschland, in Berlin auf dem Tempelhofer Feld, stattgefunden. Damit ist unsere geliebte Hauptstadt die vierte Event-Location. Die Wahl sei auf Berlin gefallen, weil besonders Kunst hier eine große Rolle spielt. Außerdem lag ein klarer Schwerpunkt auf Familienfreundlichkeit. Es gab eine eigene Kids-Area mit tollen Attraktionen und einem eigenen Zirkus.

Lollapalooza Wegweiser

Ein paar Fakten:

Datum: 12.-13.09.2015

Preis: 119-139 Euro für beide Tage (69 Euro pro Tag)

Zahlungsweise: Bargeldloses Bezahlen über Chip am Bändchen

Besucherzahl: 50 000-55 000

Musik: HipHop, Dance, Rock, Country (Macklemore, Muse, Fatboy Slim, James Bay,…)

Hygienezustand: super

Stimmung: entspannt und tanzwütig, verhältnismäßig wenig betrunkene/breite Menschen

Durchschnittsalter: von 0-99 war alles dabei

Essen: der Hammer (von Flockis Schneeeis, über Burritos, Falafel, Pasta,…)

Zusatzangebote: Kidzapalooza, der grüne Kiez, Lolla Fun Fair, Lollart, Fashionpalooza

Programmheft Lollapalooza

Luftakrobatik auf dem Lollapalooza

veganes Eis in der Waffel

letzte Wünsche auf Tafel

Mein Fazit:

Begeistert! Ich muss sagen, dass es sich nicht wirklich, wie ein Festival anfühlte. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass es ohne Zelten stattfand und sehr viele Familien unterwegs waren. Das würde ich aber überhaupt nicht als negativ bewerten. Da wir erst um 15:30 Uhr ankamen, zur medizinischen Versorgung mussten und auch so nicht wirklich vorbereitet waren, will ich mich also wirklich nicht beschweren.

Die Stimmung war ausgelassen, es gab kein Gedränge, gutes Essen und tolle Musik. Ich glaube ich hatte die besten Fleischbällchen meines Lebens mit selbstgemachten Kartoffelbrei. Das kann entweder an der Qualität des Essens gelegen haben oder aber daran, dass mein Körper gestern im Dauerhunger-Modus war. Wer Lust hatte zu entspannen, konnte es sich in Hängematten oder auf großen Schaukeln gut gehen lassen. Kinder waren im Kidzapalooza gut beschäftigt und bastelwütige konnten Blumenkränze, Stempel und T-Shirts herstellen.

Die Bühnen waren alle schnell und gut zu erreichen, und man hat es tatsächlich geschafft pünktlich von einem zum nächsten Act zu kommen. Da es nur leider so viele krasse Auftritte gab, haben wir gar nicht alles sehen können. Leider haben wir zum Beispiel James Bay verpasst, was mich heute, am Tag danach, echt traurig stimmt. Meine musikalischen Highlights am Samstag waren Chvrches, Mighty Oaks, Hot Chip, Macklemore und Deichkind. Die Show von Deichkind war einfach unbeschreiblich und man konnte gar nicht aufhören rumzuzappeln. Da ich ein Lied von Chvrches immer mit meiner Zeit in London verbinden werde, hänge ich an diesem Act wohl emotional am meisten.

Bändchen Lollapalooza

Neu war noch, dass man ein bargeldloses Bezahlsystem genutzt hat. Das heißt, man musste im Vorhinein oder auf dem Festival an bestimmten Häuschen Geld auf den Chip laden. Erst fand ich es leicht nervig, weil wir es natürlich vergessen haben und dann vor Ort Geld aufladen mussten. Im Nachhinein hat es aber einiges an „Bargeldsuchen“ und anderem „Geld-hin-und-her“ erspart, denke ich.

Und damit wir jetzt alle zusammen schöne Musik hören können, habe ich meine liebsten bzw. die bekanntesten Lieder der Bands vom Samstag in eine Spotify Playlist gepackt.

Wart ihr auch auf dem Lollapalooza? Was war euer Highlight?

Eure Ulle

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